Mein Name ist Svenja Vollbrecht. Ich bin 1983 geboren und reite schon seit ich 10 Jahre alt bin, als Kind allerdings noch "englisch". Mein Herz schlug vor allem für das Springreiten und ich hatte das große Glück, direkt neben einem Reiterhof aufwachsen und dort viele verschiedene Ponys und Pferde bei den unterschiedlichsten Trainern reiten zu dürfen. Damals durfte ich auch schon meine ersten Erfahrungen beim Anreiten und der Grundausbildung von Pferden sammeln. 

Nach einer kurzen Reitpause während des Studiums wechselte ich dann allerdings ins Westernlager und somit vom Trakehner aufs Quarter Horse. Dieser Wechsel brachte mir sehr viel, denn nun ging es mal nicht mehr nur ums Reiten, sondern auch intensiv um Horsemanship und Bodenarbeit.
Zunächst interessierte ich mich noch sehr für die Reining, allerdings bin ich mittlerweile lieber altkalifornisch unterwegs, weil sich hier für mich das Beste aus dem Westernreiten mit dem Besten der klassischen Konzepte vereint. 
Ich interessiere mich allerdings weiterhin für alle Reitweisen, denn ich gucke immer gern über den Tellerrand hinaus um mir neue Anreize und Ideen zu holen und die Möglichkeit zu haben, gewisse "Regeln" auch mal kritisch zu hinterfragen und anschließend meinen eigenen Weg zu gehen.

 

Zu meinem Werdegang als Trainerin:

Als meine Quarter Horse-Stute zur Boxenläuferin wurde, begann ich mich vermehrt für Verhaltenstherapie zu interessieren. Deshalb machte ich ein Tierpsychologiestudium mit dem Schwerpunkt Pferd bei der ATN. Nach erfolgreich abgelegter Prüfung im Februar 2013 startete ich als Trainerin mit dem Schwerpunkt Problempferdetraining. Daraus entstand auch das "Triple-E-Horseconcept", das heute noch für Ethology  (Verhaltensbiologie), Education (Bildung/Ausbildung/Aufklärung) und Empathy (Einfühlungsvermögen) steht. 

Reitunterricht bot ich zwar damals schon mit an, allerdings war dieser anfangs nur für besondere Probleme wie z.B. das Durchgehen gedacht. Doch schnell häuften sich die Anfragen zu "normalem" Reitunterricht und da ich immer alles 100%ig machen möchte, begann ich mich daraufhin immer tiefer in Anatomie, Reitlehren und vor allem Unterrichtsmethoden einzuarbeiten. Ich wälzte Fachliteratur und besuchte die verschiedensten Fortbildungen, Vorträge und Lehrgänge, entschied mich jedoch bewusst gegen die üblichen Trainerscheine, da mir diese einfach zu oft zu dogmatisch und altmodisch im Lehrplan sind und dabei gerne mal von dem abweichen, für das ich stehe.

So wurde aus der ursprünglichen Problempferdetrainerin also nach und nach eine Reitlehrerin.

 

Ich bin natürlich auch heute noch um ständige Weiterbildung bemüht und nehme hierzu unter anderem auch selbst noch regelmäßig Reitunterricht bei verschiedenen anderen Trainern aus den verschiedensten Bereichen. Der ständige Austausch mit Kollegen ist mir insoweit sehr wichtig.

Auch als Zuschauer kann man mich deshalb oft auf den verschiedensten Kursen antreffen und dabei ist es mir egal ob Western, Klassisch, Légèreté, Freiheitsdressur, Working Equitation oder z.B. auch ganz neue Konzepte wie z.B. das von Konstanze Kopta - ich schau mir alles erstmal an und empfehle euch das auch zu tun. Die verschiedenen Richtungen des Reitens und der Pferdeausbildung haben alle ihre Daseinsberechtigung und würden sich ganz wunderbar ergänzen, wenn sie nicht so sehr damit beschäftigt wären, sich krampfhaft voneinander abzugrenzen und dabei in Extremformen abzugleiten. 

 

Ein weiterer Schwerpunkt von mir ist mittlerweile die Trainingstherapie geworden.

Es gibt heute leider sehr viele Pferde mit körperlichen Einschränkungen, auf die im Training häufig einfach viel zu wenig Rücksicht genommen wird. 

Auch die Reiter von heute haben dann zusätzlich noch so ihre Probleme, weil sie z.B. viel öfter im Büro als auf dem Pferd sind und auch das findet häufig viel zu wenig Beachtung.
Deshalb gehen meine Aus- und Fortbildungen seit 2020 zusätzlich noch in die Richtung Physiotherapie und Osteopathie.